Haben die Extensions lange genug im Osmosebad gelegen, können die geschulten Mitarbeiter in Nepi sie weiterbehandeln. Denn ebenso schonend, wie der Prozess der De-Pigmentierung
erfolgt, vollziehen die Spezialisten auch das Einfärben der Extensions. Die aufgrund der De-Pigmentierung entstandene Lücke in der Haarstruktur kann mit dem gewünschten Farbmolekül aufgefüllt werden – ein Prozess, den David Gold sich von der Färbung der edlen Naturfaser Kaschmir abgeschaut hat. Bei anderen Färbeprozessen können die Farbmoleküle nicht
so tief in das Haar dringen. Die Farbe bleibt deshalb auf der Haaroberfläche und verliert bereits nach einigen wenigen Wäschen Leuchtkraft und Glanz. Der Prozess des Färbens ist
minutiös geplant: Neben der Verweildauer im jeweiligen Farbbad ist auch dessen Temperatur von entscheidender Bedeutung: Ist sie zu niedrig, dringen die Farbpigmente nicht tief genug
in die Haarstruktur, ist sie zu hoch, schädigt sie das Haar. Nach dem Trocknen werden die Haare von Hand in natürliche Farbnuancen zusammengemischt. Wenn die Strähnen nur
in einem einzelnen Farbton in das der Trägerin eingearbeitet würden, könnte man den Übergang zwischen Eigenhaar und Extensions sofort erkennen. Die gezielte Zusammenstellung
verschiedener Nuancen liefert hingegen ein sehr natürliches Ergebnis. Um dies zu erreichen, ziehen die Mitarbeiter Bündel in
unterschiedlichen Farbtönen immer wieder über eine Art Reißbrett, bis der gewünschte Grad der Vermischung erreicht ist.
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