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London Calling – Ein Rückblick zur Tribu-te Show 2013

Was? Es ist schon wieder eine Woche vergangen, seit ich in London war? Dabei wollte ich doch ganz schnell sein und Euch von der tollen Tribute Show (Tribu-te Show) berichten, bei der übrigens auch Great Lengths ein großer Sponsor war. Die Show fand im feinen Novello Theatre mitten in London statt. Ein sehr schönes, kleines Musical-Theater, und guess what, normalerweise spielen sie dort „Mama Mia“, mein absolutes Lieblings-Musical und auch das meiner Tochter Nina. Seit sie gemeinsam mit mir „Mama Mia“ mit Meryl Streep und Pierce Brosnan gesehen hat, ist sie auch ganz verliebt in die Musik von ABBA … Oh je, ich schweife ab.

Nun aber, wir kamen an beim Theater und ich freute mich schon sehr, denn da waren nicht nur unsere Freunde von Great Lengths England, Carol Leo und Chris King, die alles wunderbar organisiert hatten, sondern auch unsere norwegischen Distributoren und lieben Freunde Mona und Victoria, sowie die französischen Freunde Marc Olivier Narbel mit seiner fantastischen Frau Antonia und ein besonderer Gast: unser CEO Matteo Antonino aus Italien war auch da. Ein großer Teil der europäischen Great Lengths Family. Was für ein schönes Gefühl, dazu zu gehören.

Da ich ja letztes Jahr sehr begeistert von der Alternative Hair Show war, Dieter Ferschinger hatte ja eine fantastische BIG Hair Creation in der Competition, war ich schon gespannt, was die Crème de la Crème so zeigen würde. Eine coole DJane und ein Bassgeigen-Spieler umrahmten die Show mit genialer Musik. Ansonsten war alles ganz puristisch. Nur der Akteur bzw. Akteurin und das Modell, noch Kameramann und sonst nichts …

… und genau darum ging´s: die ganz große Friseurkunst! Mark Hayes machte den Anfang. Da war ich ja noch ganz cool: „Ja ja, schon alles mal gesehen …“ Cooler Schnitt und durch Toupieren eine fantastische Textur erzeugt, so hätte ich als Laie das erste Modell wohl beschrieben. Dass Mark Hayes unter Textur noch ganz andere Dinge versteht, habe ich beim zweiten Modell gemerkt. Ein ungewöhnlicher Kurzhaarschnitt und ganz krasse Bewegung im Haar, „gezaubert“ durch das Auffädeln der Haare auf feine Haarnadeln. Beim Entfernen der Nadeln bleiben die Haare wie elektrisiert und gerade dann kommt der Schnitt so richtig zur Geltung. Schon beeindruckend, wenn auch nicht „meine“ Frisur.

Zoe Irwin hat mich belohnt. Mit fantastischen Hippie-Friseuren, die sie ganz genial mit Zöpfen und Farben (pink) und  -vor allem klasse für mich- mit Federn veredelt hat. Die roten Haare ihres zweiten Models haben mich gleich inspiriert, so eine Haarfarbe will ich auf jeden Fall in der nächsten Kollektion. Was mir sehr an Zoe Irwin gefallen hat, war ein Satz: „There is nothing new anymore, take what you like, change it, remix it and make your own of it.“ Applause!!

Trevor Sorbie ist eine Institution. Er hat unglaublich viele Talente groß rausgebracht. Und er brachte Johanna Cree Brown in die Show. Als ich ihr Model sah, dachte ich, das wird eine Menge Arbeit, die Haarnadeln auf dem Kopf der Modelle zu entfernen. Und was tat sie? Sie entfernte die Haarnadeln nicht, sondern benutzte sie quasi als Haarergänzung und machte eine Haarskulptur sondergleichen. Das Modell (ich war ganz verliebt in das Modell) hat alles über sich ergehen lassen und sah am Ende sensationell aus. Mein absoluter Lieblingslook und das obwohl ich ihn selbst gar nicht tragen könnte … Das zweite Modell war für mich total von Afrika inspiriert, Zöpfe wurden grafisch auf die Kopfhaut geflochten, zwei hohe auftoupierte Teile am Oberkopf vereint in einen großen Haarzopf und der Höhepunkt: die leuchteten Ledlampen  – so hätte das Modell sofort bei Herr der Ringe mit spielen können. Ganz großes Kino!!

Nach der Pause kam ER. Der ganz große Entertainer. Ein Schwergewichtig im doppelten Sinn. Für mich der Beste des Abends: Tim Hartley. Jeder Satz eine Pointe. Die Lacher waren stets auf seiner Seite. Die Erzählungen kamen ihm so leicht über die Lippen, wie seine Hände Haare schneiden. Es war der reinste Genuss ihm beim Haare schneiden zuschauen zu dürfen. Er erzählte von seinen Französisch Kenntnissen: Chanel, Jean Paul Gaultier, Gelächter … und „schnipp“ schnitt er sich doch glatt in den Finger. Ganz ordentlich. Blut floss, doch er meinte lapidar: „Jetzt muss ich wegen EUCH verbluten.“ Munter schnitt er weiter und erzählte von seiner Inspiration, den Twenties. Seine Make-Up Artistin erklärte das Make up und dass der Mund bei Tim Hartley, immer schwarz geschminkt wird. Beim Twenties Look schaut das fantastisch aus. Tim Hartley ist ein Genuss, sowie er offensichtlich auch ein Genussmensch ist.

Hooker & Young waren dann das pompöse Finish. Die zwei Modelle, die sie mitgebracht hatten, waren bereits fertig gestylt, dachten wir …Wunderbare lange blonde und rote Haare, geniale Locken und ganz viel Frisur … und dann kam alles ganz anders: Abteilung für Abteilung wurde auftoupiert. Aus der Lockenmähne wurde eine futuristische, komplexe Frisur teilweise aufgesteckt und mit Silberdraht veredelt. Sehr cool. Selbst die Kleidung hat sich während der Transformation verändert. Und kein Ende in Sicht: Hooker & Young verstehen Haare wie Stoff. Ein Textil mit dem man Neues kreieren kann. Und so wurden die bereits bestehenden Frisuren mit blau-violett gefärbten Haarteilen quasi überdeckt und mit Zick-Zack Haarteilen und Sicherheitsnadeln veredelt. Und voilà auf einmal hatten die Modelle nicht nur einen komplett avantgardistischen Look, sondern auch Latex-Kleidung an. Ich war begeistert.

Zum Abschluss: Ich kann gut verstehen, dass die gesamte Friseurbranche ihre großen Meister immer wieder gerne feiert. Sie sind die Haute Couture; einfach zum Staunen, träumen und genießen. Ich war happy, dass ich dabei sein durfte. Und nächstes Jahr dann wieder LONDON … Calling!

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