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Ab in die Pilze!

Wir sind schon mitten im Herbst und die Pilzsaison findet bald ihren Ausklang. Deshalb möchten wir Ihnen schnell noch einige wertvolle Tipps für´s Sammeln und Zubereiten geben.

Ob gegrillt, gebraten oder im Risotto – Pilze schmecken in vielen Variationen und bereichern dank ihrer wichtigen Nährstoffe jeden Speiseplan. Doch haben die Hütchenträger nicht ausschließlich positive Eigenschaften. Denn generell gilt: Zu fast jedem essbaren Pilz gibt es ein unbekömmliches bis hochgiftiges Gegenstück, das dem Speisepilz zum Verwechseln ähnlich sehen kann. Wir haben das sogenannte „Fleisch des Waldes“ etwas genauer betrachtet.

Pilz

 

Nach Schätzungen von Fachleuten gibt es über eine Million Pilzsorten weltweit. Sie gehören weder dem Pflanzen- noch dem Tierreich an, sondern bilden im Stammbaum des Lebens ein eigenes Reich. Unter ihnen tummeln sich zahlreiche giftige Arten, die sehr gefährlich sind. Zum Glück schenkt uns die Natur aber auch lecker schmeckende Speisepilze. Diese tragen mit Nährstoffen wie Kalzium, Magnesium und weiteren Mineralstoffen oder Spurenelementen zu einer gesunden Ernährung bei. Manche Arten liefern außerdem Vitamin C und D. Doch wie erkenne ich überhaupt Speisepilze? Wir haben vier schmackhaften Arten unter ihren Hut geschaut.

 

ECHTER PFIFFERLING (Eierschwammerl)
Dotter- bis blassgelber Hut und Stiel, deutlich herab laufende Leisten an der Hutunterseite, pfeffriger Geschmack,  enthält Vitamin C; der scharfe Geschmack verliert sich beim Erhitzen; auch zum Trocknen gut geeignet. Vorkommen im Laub- und Nadelwald, besonders bei Buchen, Eichen, Birken, Fichten und Kiefern. Auch auf Silikat- und Kalkböden, vor allem auf nähstoffarmem Land, einzeln oder gesellig stehend, vom Flachland bis ins Hochgebirge
Gefahr der Verwechslung vor allem mit dem Falschen Pfifferling (auch Orangegelber
Gabelblättling), der zwar auch essbar, aber minderwertig ist und vorwiegend im Spätherbst in Kiefernwäldern wächst.

FICHTENSTEINPILZ
Großer, festfleischiger Pilz mit hell- bis dunkelbraunem Hut, gelblich grünen Röhren und hellbräunlichem, kräftigem Stiel. Sehr guter und geschätzter Speisepilz mit ausgezeichnetem Geschmack; mild und nussartig. Vorkommen im Nadelwald unter Fichten und Kiefern, aber auch im Laubwald; häufig im Gebirge, zerstreuter im Flach- und Hügelland.
Der Fichtensteinpilz hat mehrere enge Verwandte, die nicht immer leicht zu unterscheiden sind. Eine Verwechslung ist ungefährlich. Ähnlich sieht ihm etwa der sehr bittere Gallenröhrling, besonders in jungem Zustand.

STOCKSCHWÄMMCHEN
Büschelig wachsender Blätterpilz von honig- bis gelbbräunlicher Farbe, mit hellerer Mitte und dunklerem Rand. Sehr guter und geschätzter Speisepilz (nur die Hüte, die Stiele sind zäh), besonders geeignet für Suppen und gut zu trocknen. Vorkommen im Laub- und Nadelwald an Stümpfen und liegenden Stämmen, besonders an Rotbuche, Birke, Weide, aber auch an Fichte, vom Flachland bis in höhere Gebirgslagen.
Gefahr der Verwechslung mit dem stark giftigen Nadelholzhäubling. Dieser Pilz enthält das tödliche Gift Amanitin, das auch im Grünen Knollenblätterpilz enthalten ist.

HERBSTTROMPETE
Trompeten-, füllhorn- oder trichterförmiger, innen schwarzer oder braunschwarzer, außen gräulicher Pilz, essbar und als Würzpilz sehr geschätzt. Gut als Ersatz für Morcheln und Trüffeln. Eignet sich auch zum Trocknen oder Herstellen von Pilzpulver. Gemahlen entfaltet der Pilz sein volles Aroma. Vorkommen meist unter Buchen und Eichen, seltener im Nadelwald, vor allem auf lehmigen und kalkhaltigen Böden, verbreitet in den Moränengebieten des Flachlandes.
Aufgrund seiner Form und Farben kaum zu verwechseln.

Praktische Tipps für Sammelanfänger:

  • Für erste Sammelausflüge sollten sich Neulinge einer Gruppe unter fachkundiger PilzeFührung anschließen, um die Vielzahl an Pilzarten trennen zu lernen.
  • Pilze nicht mit der bloßen Hand herausreißen, dadurch wird das unterirdische Geflecht, das Myzel, beschädigt, was den Pilz am Weiterwachsen hindert.
  • Pilze brauchen Luft, also keine Plastiktüte verwenden, denn darin zersetzen sie sich sehr schnell, was zu Lebensmittelvergiftungen führen kann. Besser eignet sich etwa ein luftdurchlässiger Korb.
  • Immer auch schauen, unter welchem Baum der Pilz wächst,  denn viele leben in Symbiose mit ganz bestimmten Bäumen.

 

Wichtig bei der Zubereitung von Speisepilzen ist, dass sie immer frisch verarbeitet werden, da sich ihr Eiweiß schnell zersetzt und unbekömmlich oder sogar giftig werden kann!

Wir wünschen Ihnen „Sammlerglück“, gutes Gelingen bei der Zubereitung und guten Appetit!

Pilz

Sollte Ihnen der richtige Pilz noch nicht begenet sein, hier eine Übersicht über verschiedene Arten:

http://www.ausgabe.natur-lexikon.com/pilze.php

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