Alte Farbe raus: Depigmentierung (© Great Lengths)



In den Osmosebädern beginnt der Veredelungsprozess.
Das Geheimnis um die Zusammensetzung des Osmosebads, in dem innerhalb von 15 bis 20 Tagen dem Rohhaar sanft die Farb-Pigmente entzogen werden, wird ähnlich gut gehütet wie das der Coca-Cola-Formel.

Nur wenige Mitarbeiter von Great Lengths kennen die genaue Rezeptur, die es ermöglicht, die Haaroberfläche nicht mit chemischen Mitteln anzugreifen und so seine äußere Struktur, also die Schuppenschicht, zu schädigen. Vielmehr werden im Osmosebad die dunklen Farbpigmente langsam und somit besonders schonend aus dem Haarinneren gelöst.

Dank des behutsamen Verfahrens – ohne jede agressive Chemie – bleibt die natürliche Schuppenschicht des Haares intakt. Und damit behält das Haar auch den Glanz und die Spannkraft hochwertiger Extensions.

Die Verweildauer im Bad hängt im Wesentlichen vom gewünschten Farbton ab: Je heller die Extensions, desto länger wurden sie der De-Pigmentierung unterzogen.


Das Echthaar aus Indien nach der Depigmentierung (© Great Lengths)
Neue Farben (© Great Lengths)

Die frische Farbe kommt ins depigmentierte Haar. (© Great Lengths)



Spezialisten färben Extensions wieder ein.
Haben die Extensions lange genug im Osmosebad gelegen, können die geschulten Mitarbeiter in Nepi sie weiterbehandeln. Ebenso schonend wie die De-Pigmentierung erfolgt jetzt das Einfärben der Extensions, auch genannt Pigmentierung.

Die aufgrund der De-Pigmentierung entstandene Lücke in der Haarstruktur kann jetzt mit dem gewünschten Farbmolekül aufgefüllt werden – ein wertvoller Prozess, den Great Lengths von der Färbung der edlen Naturfaser Kaschmir übernommen hat.

Bei anderen Färbeprozessen können die Farbmoleküle nicht so tief in das Haar dringen. Die Farbe bleibt deshalb auf der Haaroberfläche und verliert bereits nach wenigen Wäschen Leuchtkraft und Glanz. Deshalb setzt Great Lengths auf den schon seit Beginn angewandten, wertvollen Färbeprozess.

Der Prozess des Färbens ist minutiös geplant: Neben der Verweildauer im jeweiligen Farbbad ist auch dessen Temperatur von entscheidender Bedeutung: Ist sie zu niedrig, dringen die Farbpigmente nicht tief genug in die Haarstruktur, ist sie zu hoch, schädigt sie das Haar. Genauigkeit und Präzision sind gefragt.

Nach dem Trocknen werden die Haare von Hand zu Strähnen mit unterschiedlichen Farbnunancen zusammengestellt, ganz so wie bei natürlichem Haar. Würden die Strähnen aus nur einem einzigen Farbton bestehen, könnte man den Übergang zwischen Eigenhaar und Extensions sofort erkennen. Die gezielte Zusammenstellung verschiedener Nuancen liefert hingegen ein sehr natürliches Ergebnis. Um dies zu erreichen, ziehen die Mitarbeiter Bündel in unterschiedlichen Farbtönen immer wieder über eine Art Reißbrett, bis der gewünschte Grad der Vermischung erreicht ist.

Alte Farbe raus - neue Farbe rein (© Great Lengths)
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